WOVEN SELVES ist aus der Frage entstanden,
ob Taschen mehr sein können als Träger von Schriftzügen.

Ein roter Ballon schwebt in einem weißen, leeren Raum mit Schatten an der Wand und auf dem Boden.

Viele Stofftaschen funktionieren als Aussagen:
Sie benennen, wofür man steht, oder wie man gesehen werden will.
Sie markieren Zugehörigkeit – oder Distanz.

Uns hat interessiert, ob es eine andere Form geben kann.
Taschen, die nicht festlegen,
sondern mitgehen.
Die sich nicht als Etikett verstehen,
sondern als Resonanzfläche für das,
was jemand gerade trägt – an Stimmung, Bedürfnis oder Haltung.

Die Haltungen der Figuren sind nie eindeutig.
Sie tragen Entscheidung und Verzicht, Nähe und Last zugleich.
Diese Spannung endet nicht im Motiv.
Sie bestimmt auch die Anordnung von Figur, Weißraum und Typografie.
Gestaltung heißt für uns,
innere Ambivalenz nicht aufzulösen, sondern sichtbar und erträglich zu machen.

WOVEN SELVES ist ein unabhängiges Gestaltungsprojekt.
Alle Motive entstehen eigens für dieses Projekt und werden in kleinen Serien umgesetzt.